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Zürcher Skiverband

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Derzeit ist eine breite Narbe zu sehen am Leeberg bei Gibswil (Fischenthal). In weniger als einem halben Jahr wird diese Narbe aber der Auslauf einer Skisprungschanze sein.
Seit dem Baubeginn im Herbst hat sich einiges getan: Der Auslauf ist geebnet und betoniert. Derzeit wird die Anlaufspur aus einzelnen, ungef&#228;hr 15 Meter langen Elementen zusammengesetzt. Noch vor Weihnachten soll der Sprungturm aus Holz mit einem Pneukran aufgestellt und mit der Anlaufspur verbunden sein.

Spezielles Betonierverfahren n&#246;tig

Mit diesen entscheidenden Arbeitsschritten nimmt die neue Oberl&#228;nder Sprungschanze im wahrsten Sinn des Wortes Form an. Nach dem Aushub der Humusschicht und nachdem die Nagelfluhschicht abgetragen war, musste der Auslauf auf das gew&#252;nschte Niveau gebracht werden.
Anfang Dezember dann wurde der Auslauf betoniert. Dies geschah in einem Spezialverfahren - im Normalfall n&#228;mlich w&#252;rde der Beton am steilen Hang einfach abfliessen. Wie das durchdachte Betonierverfahren genau funktioniert, will die Firma als Gesch&#228;ftsgeheimnis behalten. &#220;ber den Beton werden Matten gelegt. Damit die Sprungschanze auch als Winterschanze gebraucht werden kann, werden die Matten sp&#228;ter mit einem Netz &#252;berspannt. So kann der Schnee im Winter so pr&#228;pariert werden, dass er nicht den steilen Auslauf abrutscht.

Turm so hoch wie Bachtelturm
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F&#252;r die kommenden Tage hofft Genossenschaftspr&#228;sident J&#246;rg K&#252;ndig auf gutes Wetter: Nur wenn die Strasse schneefrei ist, kann n&#228;mlich der Sprungturm aufgestellt werden. F&#252;r den Bau dieses Anlageteils - der fast so hoch ist wie der Bachtelturm - muss ein Pneukran her. Nur ein solch grosser Spezialkran kann die Holzelemente f&#252;r den fast 30 Meter hohen Turm platzieren. Und dieser Kran muss &#252;ber den steilen und schmalen Weg zum Anlaufturm transportiert werden. Dies kann er nur, wenn dann kein Schnee liegt
Im zweiten Anlauf gelang's
Ein Skisprungzentrum im Oberland h&#228;tte schon lange entstehen sollen. Eine 1999 gegr&#252;ndete Genossenschaft Regionales Skispringerzentrum Z&#252;rcher Oberland wollte eine Doppelschanze am Bachtel realisieren. Das Vorhaben scheiterte, weil die baurechtliche Nutzung eines Nachbargrundst&#252;ckes dort nicht m&#246;glich war.
Gl&#252;cklicher agierte die hartn&#228;ckig auf ihr Ziel hinarbeitende Genossenschaft dann bei einem zweiten Anlauf im T&#246;sstal: In Gibswil wurde Land gefunden, und die beiden betroffenen Landwirte waren bereit, &#171;zur Unterst&#252;tzung der Jugend&#187; ihr Land abzutreten. Mit einem entscheidenden Beitrag aus dem Sportfonds des Kantons Z&#252;rich und einem durch die Stiftung Pro Z&#252;rcher Berggebiet erm&#246;glichten Investitionshilfedarlehen, Anteilscheinkapital und G&#246;nnerbeitr&#228;gen konnte die Genossenschaft die Startfinanzierung von rund 2,3 Millionen Franken zusammenbringen. Ende Januar will die Genossenschaft mit einer Unterst&#252;tzungsaktion weitere Mittel sammeln, um das Darlehen zu refinanzieren und damit beste Voraussetzungen f&#252;r den Betrieb zu schaffen, wie K&#252;ndig auf Anfrage erkl&#228;rte.

Nur noch wenige offene Fragen

Das Gel&#228;nde in Gibswil liegt nahe dem Bahnhof; f&#252;r gr&#246;ssere Anl&#228;sse m&#252;ssten Parkpl&#228;tze gesucht werden. Neben der eigentlichen Sprunganlage wird es einen weiteren Turm f&#252;r Trainer und Springer geben sowie ein kleines Garderobegeb&#228;ude. Als Garderobe f&#252;r Grossanl&#228;sse k&#246;nnte laut den Initianten allenfalls die Tennishalle zur Verf&#252;gung stehen.
Die Treppen im Sprungturm nehmen die Sportler unter die eigenen F&#252;sse. Vom Auslauf bis zum Sprungturm soll es eine Transportm&#246;glichkeit geben. Wie diese konkret aussehen w&#252;rde, wisse man derzeit noch nicht, erkl&#228;rte J&#246;rg K&#252;ndig. Derzeit sei man daran, verschiedene M&#246;glichkeiten miteinander zu vergleichen.$

&#171;Lieferant&#187; f&#252;r Einsiedeln

Skispringen liegt seit den Erfolgen von Simon Ammann hoch im Trend. Bis jetzt mussten die Z&#252;rcher Oberl&#228;nder Jugendlichen, die diesem Sport fr&#246;nten, lange Anfahrtswege f&#252;r ihre Trainings in Kauf nehmen. Dass in der Zwischenzeit in Einsiedeln eine neue Skisprunganlage ihren Betrieb aufgenommen hat, st&#246;rt K&#252;ndig keineswegs. &#171;Unsere Anlage wird mit den angestrebten Sprungweiten von ungef&#228;hr 65 Metern f&#252;r die Jugendf&#246;rderung ideal sein. F&#252;r Einsiedeln werden wir somit Lieferant sein, nicht Konkurrent.&#187;